James Bond Island – Ein Ort den ich mir anders vorgestellt habe

James Bond Island – Wer kennt ihn nicht, diesen wundervollen Ort in Thailand an welchem der berühmt, berüchtigte Felsen aus dem Wasser heraus ragt. Wer den James Bond Film „The Man with the Golden Gun“ aus 1974 mit Roger Moore in der Hauptrolle kennt, dem ist dieses Bild mit dem Felsen womöglich ein Begriff. Falls nicht, einfach mal Googeln, mit Sicherheit hast du diesen Felsen schon einmal irgendwo gesehen.

Mir war dieser Felsen auf jeden Fall bekannt sowie generell die gesamte Kalkstein-Inselwelt Thailands, da ich schon immer davon geträumt habe, diese einmal im Leben live erleben zu dürfen und vor Ort zu sein. Ich selbst kannte all das bisher nur aus dem Fernsehen oder habe Bilder und Videos davon gesehen.

Also gesagt getan, ich bin nach Thailand (Phuket) gereist und habe mir fest vorgenommen die James Bond Island zu besuchen. Ich habe mir einen entsprechenden Tagestrip organisiert, da man selbst dort nicht hin kommt, denn man muss mit einem Boot oder Schiff weit aufs Meer hinaus fahren.

Es war mein erstes Mal auf dem Meer in Thailand und schon die Anfahrt mit dem Boot durch diese Kalkstein-Inselwelt war einfach nur atemberaubend, diese riesigen Felsen wie sie aus dem Meer herausragen, einfach wunderschön, man muss es einfach einmal gesehen haben.

Hier sieht man schon einmal einen riesigen Kalksteinfelsen aus der Nähe sowie eines dieser traditionellen Boote aus Holz, wie sie in Thailand üblich sind. Hier wurde ein kurzer Stopp eingelegt, bei dem man die Möglichkeit hatte aus dem Boot auszusteigen und in den Felsen hinein zu klettern, in welchem sich eine Höhle befand. Zuvor wurde man natürlich ausgestattet mit Schutzhelmen und wichtig war vor allem auch eine Taschenlampe bzw. sein Handy-Licht dabei zu haben, da diese Höhle stockdunkel gewesen ist. Wenn man kein Licht dabei hatte und den Anschluss verloren hat, war man wirklich verloren.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es dann weiter zur James Bond Island und schon als wir ankamen, sah ich, dass es völlig überfüllt von Menschenmassen gewesen ist. Mit überfüllt meine ich wirklich extrem überfüllt, so dass man einfach kaum ein freies Fleckchen finden konnte. Die Insel an sich und der Blick auf den Felsen waren wunderschön, ich habe es tatsächlich geschafft Fotos und Videos so geschickt zu machen, dass man nichts von dem Trubel erahnen könnte.

Da ist er nun, der James Bond Felsen. Wie man allerdings unschwer erkennen kann, wird das Bild durch diese Kette im Wasser gestört, dies ließ sich leider nicht vermeiden. Wenn ihr euch nur vorstellen könntet wie viele hunderte Menschen um mich herum und neben mir standen, das glaubt ihr nicht.

Alles in allem ist dieses Bild das „Highlight“ des James Bond Island Besuchs. Für dieses Bild reist man dort an und für dieses Bild bzw. für diese kurze Momentaufnahme quält man sich durch das Gedrängel. An diesem Ort kann man sich etwa 20-30 Minuten aufhalten und man hat alles gesehen. Es befinden sich dort ein paar kleine Stände bzw. Shops, bei denen man Accessoires kaufen kann, es gibt nicht funktionierende Toiletten, was aber kein Problem für mich war, man befindet sich schließlich mitten auf dem Meer auf einer kleinen Insel, da sollte man mit allem rechnen. Weiterhin konnte man diesen Felsen aus allen möglichen Blickwinkeln betrachten, da es eine Treppe gab die quasi einmal um die Insel herum nach oben und auf der anderen Seite wieder hinunter führte, so dass man den Felsen aus allen möglichen Perspektiven erblicken konnte, von weit oben, unten, mittig, seitlich, frontal usw. und ja, das war es dann auch schon.

Also für mich brauchte es dort ungelogen, nicht mehr als maximal 30 Minuten, die man sich dort aufhalten kann oder sollte. Man ist umgeben von hunderten Menschen, die alle fotografiert werden, selber fotografieren, vor dem Felsen posieren und irgendwie überkam mich in Mitten des Trubels dieses Gefühl von ich kann diesen schönen Anblick und die Natur einfach nicht genießen. Ich hätte mir gewünscht, dass man diesen Ort mehr fühlen kann, mehr mit der Natur verbunden sein kann, in Ruhe genießen kann aber das ist bei so einem Hotspot und in Zeiten von Social Media beinahe undenkbar und ich hätte es vorher wissen müssen.

Für mich persönlich war dieser Ort somit zwar ein schöner Anblick, jedoch völlig überlaufen und die wunderschöne Natur zur sehr vereinnahmt von Menschen (auch diese Kette da im Meer) usw., inklusive mir als Touristin natürlich. Sehr schade aber dennoch bin ich froh, dass ich diesen Ort zumindest einmal im Leben sehen und erleben durfte.

Würde ich diesen Trip empfehlen? Wenn ihr mich fragt würde ich tatsächlich mit dem jetzigen Wissen andere Ziele vorziehen. James Bond Island ist für mich kein besonderes Highlight gewesen und nochmal würde ich es tatsächlich nicht buchen, jedenfalls nicht als Hauptattraktion, wenn man während eines anderen Trips einen Besuch dort mitnehmen kann dann wäre es okay, aber einzig und allein nur die James Bond Insel, nein das ist es tatsächlich nicht wert.

Vielleicht hat der eine oder andere von euch ja andere Erfahrungen gemacht, lasst es mich gerne wissen wenn dem so ist, für mich ist und bleibt es ein Ort, den ich mir anders vorgestellt habe.

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