Monkey Hill in Phuket – Ein Berg, unzählige Affen und ich mittendrin

Wie der Titel schon verrät, habe ich mich dazu entschieden den Monkey Hill zu besuchen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht, dass ich den gesamten Berg, welcher 4,2 km steil bergauf geht, selbst erklimmen muss. Ich hatte im Vorfeld schon einiges gelesen und wollte so gerne 1. Phuket von oben sehen, 2. den berühmten Berg welcher von den Langschwanzmakaken bewohnt wird, besuchen.

Ich habe mir also über Grab eine Fahrt zum Monkey Hill gebucht, wurde dort hingefahren und abgesetzt. Ich fragte den Fahrer ob ich richtig bin er sagte ja ich müsse da vorne nur noch grade aus gehen, also gesagt getan. Ich sah eine lange Straße die tatsächlich nicht befahren wurde, viele Menschen (teilweise mit Stöckern bewaffnet) und schon einige vereinzelte Affen. Ich ging also den Menschen hinterher und merkte, dass es bergauf geht. Es war heiß, unfassbar anstrengend und ich hatte ein kleines Wasser dabei, welches mir kurze Zeit später von einem Affen gestohlen wurde. Ich ging also weiter den Menschen nach, da ich unbedingt auf diesen Hügel wollte. Da dieser Weg einfach kein Ende nahm realisierte ich langsam, dass irgendwas nicht stimmen muss. Ich zückte also mein Handy und schaute auf die Karte und erschrak, da ich noch einen unfassbar endlos langen Weg vor mir hatte und dieser auch noch steil bergauf ging und mich enorme Kraft kostete sowie auch allen anderen die hochliefen. Ich habe mich dennoch weiter hochgequält und etwa bei der Hälfte und ich sage euch ich war am Ende mit meinen Kräften habe ich wirklich mit mir gehadert und war kurz davor abzubrechen. Während des Aufstieges sind auch schon andere wieder umgekehrt, da es einfach so anstrengend und noch so weit war und immer steiler wurde. Ich habe so mit mir gerungen und mich dennoch entschieden weiter zu gehen. Das Problem war auch, dass ich kein Wasser mehr hatte und dieses dringend benötigte. Egal, Aufgeben war einfach keine Option.

Wie man unschwer erkennen kann, ist hier ein kleiner Bandit zu sehen. Ich wusste, dass man nichts in den Händen halten sollte, da die Affen sich über alles her machen aber als ich ankam und mein Wasser noch in der Hand hielt, war ich einfach so verwirrt, weshalb ich an so einer merkwürdigen Stelle abgesetzt wurde und nicht oben, dass ich darüber nicht mehr nachgedacht habe.

Ich schleppte mich also bei keine Ahnung wieviel Grad Hitze weiter diesen steilen Berg hoch und begegnete mit zunehmender Höhe immer mehr Affen. Ich sag euch ehrlich, je höher ich kam desto mehr Abschnitte gab es auf denen ich einfach Mutterseelenallein war und dann diese ganzen Affen, das war schon beängstigend in einigen Momenten, da man ja auch nicht einschätzen kann ob und wie sie auf einen reagieren und dennoch bin ich einfach weiter gegangen und habe so getan als wäre ich total selbstsicher haha.

Insgeheim war ich aber unfassbar erleichtert wenn ich andere Menschen sah, vor allem bei der zunehmenden Menge der Affen.

An dieser Stelle war ich schon fast ganz oben, es war nicht mehr all zu weit und ich war so so so so so glücklich als ich endlich angekommen bin dort wo ich hin wollte und erst da gab es wieder Wasser zu kaufen!!!

Also wenn ihr jemals auf diese Idee kommen solltet wie ich und diesen Monkey Hill erklimmen wollt dann sorgt unbedingt für Wasser. Es gibt auf der ganzen Strecke nur unten Wasser bevor es los geht und dann erst wieder ganz oben und ich sage es euch wie es ist, so viele sind wieder umgedreht. Als ich ankam habe ich mir direkt ein Wasser gekauft, ich war knallrot im Gesicht, total angestrengt aber super stolz und glücklich. Glücklich vor allem darüber, dass ich nicht aufgegeben habe. Oben angelangt habt ihr eine wundervolle Aussicht auf die gesamte Stadt von oben und auch dort erwarten euch unzählige Affen und natürlich auch viele Menschen und leider auch solche, die die Affen füttern, was strengstens untersagt ist und leider auch dazu führen kann, dass die Affen aggressiv werden, wenn man nichts mehr gibt. So ging es einem Touristen, der einen Affen fütterte.

Oben angelangt ist diese kleine Aussichtsplattform von der aus man einen echt tollen Blick hat, vor allem zum Sonnenuntergang ist es dort sehr schön. Da ich aber allein unterwegs war und den Weg hinab wieder mitbedenken musste, konnte ich nicht so lange bleiben. Ich wollte es vermeiden allein im Dunkeln mit etlichen Affen den Berg hinab steigen zu müssen, wenn ihr versteht was ich meine haha.

Alles in allem war es trotz der Anstrengung auf jeden Fall einen Besucht wert. Dieses Erlebnis kostet dich nichts außer Kraft und Anstrengung aber an sich ist alles kostenlos, kein Eintritt oder ähnliches.

Würde ich es wieder machen? Ja absolut! Ich empfehle jedem von euch, wenn ihr in Phuket seid diesen Ort zu besuchen und dieses Erlebnis mitzunehmen. Falls ihr selbst schon einmal da wart bin ich auf eure Erfahrungen gespannt.

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