Besuch eines Elephant Sanctuary in Thailand

Elefanten und Thailand – Irgendwie war diese Verbindung in meinem Kopf vorhanden. Allerdings kannte ich eher die nicht so schönen Bilder vom typischen Baden oder Reiten mit Elefanten, bei denen es weniger um das Wohl der Elefanten und um die Tiere selbst sondern oftmals um Selbstdarstellung und das Eigene Erlebnis zu gehen schien, daher habe ich mir gedacht, wie kann ich diesen wundervollen und gigantischen Tieren nahe sein und dabei gleichzeitig etwas Gutes tun?

Nach reichlicher Recherche bin ich auf verschiedene Elephant Sanctuaries gestoßen, die sogenannten Auffangstationen für Elefanten, die aus schrecklichen Lebenslagen und Situationen gerettet wurden und an diesen Orten in Frieden und in Ruhe Altern können. Was für eine schöne Sache oder? Ich habe mir gleich heraus gesucht, welche Auffangstation in meiner Nähe ist und natürlich die Bewertungen der vorherigen Besucher durchgelesen, um zu schauen, was mich dort erwarten würde und ob es wirklich ein Schutzort für die Tiere oder ein weiterer Ort ist, an dem Tierquälerei für Touristen stattfindet. Ersteres war Gott sei Dank der Fall.

Also gesagt getan! Über Getyourguide habe ich mir eine entsprechende Auffangstation herausgesucht und diese verbindlich gebucht. Alles verlief reibungslos ich wurde pünktlich vom Transfer direkt vor dem Hotel abgeholt und es ging los. Mein Startpunkt war Kamala in Phuket und nach einer ganzen Weile kam ich dann endlich an im Elephant Park BUKIT.

Als ich vor dem Eingang stand und dieses Plakat sah war ich zu erst überrascht, dass dort Elephant PARK stand, da es wie eine Art Attraktion oder Freizeitpark klang aber direkt darunter entdeckte ich dann die wichtigen Hinweise: Kein Reiten auf den Elefanten, kein Baden mit Elefanten und keine angeketteten Elefanten und da wusste ich, ich bin richtig.

Nach Betreten des Parks wurde uns zunächst empfohlen ein Mücken-Spray mit zunehmen und sich einzusprühen, da im Park unfassbar viele Mücken wären. Da ich allerdings keines dabei hatte, konnte ich glücklicherweise vor Ort, noch bevor es in den Park ging, eins kaufen. Wenn ihr also genau so wie ich nicht dran gedacht habt und den selben Ausflug gebucht haben solltet: Vor Ort kann man sich Mückenspray kaufen und auch Wasser, was ich Jedem empfehle, da es unfassbar heiß dort ist und man in der puren Sonne unterwegs ist. In diesem Sinne auch unbedingt an eine Kopfbedeckung denken! Vor Beginn des Rundganges durch den Park gab es einen kleinen Empfang mit Köstlichkeiten und einem kühlen Getränk was ich sehr süß fand, anschließend wurden wir in Gruppen eingeteilt, da einige Besucher eine erweiterte Tour (Ganz-Tagestour) gebucht haben. Ich habe mich allerdings für die Halb-Tagestour entschieden und kann euch sagen, dass diese völlig ausreichend gewesen ist.

Nun ging es also los in den Park hinein und ganz zu Beginn erhielten wir alle so ein süßes Körbchen mit Bananen drinnen, welche wir dann den Elefanten die schon bereit standen und uns erwarteten, geben durften. Sie waren sichtlich erfreut und zugewandt und wie man unschwer erkennen kann haben sie alle Körbe leer gegessen. Die Mitarbeiter vor Ort pflegten einen sehr liebevollen und respektvollen Umgang mit den Elefanten, so jedenfalls mein Eindruck und genau das war mir äußerst wichtig. Nach dem wir sie also mit Bananen beglückt hatten bekamen wir eine Führung durch den gesamten Park und stoßen an verschiedenen Orten auf die verschiedenen Elefanten, welche sich dort frei bewegen konnten. Es war alles grün, tolle Natur, auch ein kleiner Teich oder See oder wie man es nennen mag war vorhanden in dem eine Elefantendame es sich nicht nehmen ließ sich darin abzukühlen. Es war wirklich schön mit anzusehen wie sie das Baden im Wasser genossen hat. Gleichzeitig erhielten wir über jeden einzelnen Elefanten dem wir begegneten eine kleine Biografie und erfuhren dadurch viel über das vorherige Leben, was sie durchmachen mussten, woher sie stammten, wie sie gerettet wurden und vieles mehr.

Umso schöner war es nun zu sehen, dass sie sich frei bewegen können. In dieser Auffangstation werden sie lt. Tourguides aufgepäppelt und versorgt. Die Dame die uns durch den Park führte und uns über alles aufklärte hat uns alles ziemlich genau erklärt. Zudem war sie teils auch sehr humorvoll, so dass es ab und an auch etwas zu lachen gab. Nach der Führung durch den Park und all den Informationen die man erhalten hat und vor allem nach dem man so vielen Elefanten begegnet war, gab es dann noch die Möglichkeit sogenannte Reisbällchen für die Elefanten zuzubereiten und ihnen diese dann zu geben. Der Unterschied zu den Bananen die wir ihnen anfangs gegeben haben ist, dass die Bananen vom Elefanten mit dem Rüssel entgegen genommen und mit dem Rüssel eigenständig in das Maul gesteckt werden, bei den Reisbällchen ist es so, dass man sie den Elefanten direkt ins Maul gibt, auch eine Erfahrung die ich so zum ersten Mal gemacht habe.

In den sogenannten Reisbällchen ist noch etwas Gemüse mit drinnen und glaubt es mir, sie waren süchtig danach. Wir haben diese Bällchen selbst gemacht, also alles miteinander verknetet und dann zu Bällchen geformt, natürlich mit Einweghandschuhen für alle die, die sich eventuell ekeln. Und so endete der Ausflug dann auch schon für mich. Alle die, die eine Ganz-Tagestour hatten, haben noch Mittagessen im Park erhalten und noch etwas mehr Zeit vor Ort verbracht aber wie schon gesagt, die Halb-Tagestour hat völlig ausgereicht, länger hätte ich auch nicht unbedingt bleiben wollen, vor allem bei der Hitze.

Alles in allem war es ein gelungenes Erlebnis bei dem man diesen wundervollen Tieren nah sein durfte und in sie in ihrem Lebensraum vor Ort besuchen und einen Einblick bekommen und sehr viel über sie erfahren durfte. Es gab die Möglichkeit für Besucher sich in die Nähe der Elefanten zu stellen und Fotos zu machen also richtige Fotostopps, allerdings wurde strikt darauf geachtet die Tiere weder zu berühren noch ihnen zu nahe zu kommen, was ich sehr gut fand, einfach zum Wohle der Tiere.

Und obwohl es den Tieren dort gut zu gehen schien, zumindest wesentlich besser als an den Orten, von denen sie gerettet wurden und auch die Tierpfleger vor Ort sehr behutsam mit den Tieren umgingen, frage ich mich dennoch, ob solche Wildtiere nicht vollständig vom Tourismus getrennt leben sollten. Dieser Gedanke hat mich noch lange beschäftigt, gerade aus Sicht einer Touristin, die ich vor Ort war.

Falls auch du überlegen solltest einen solchen Elephant Park zu besuchen, kann ich dir diesen wärmstens empfehlen. Wie bereits gesagt habe ich diesen über getyourguide gebucht und war sehr zufrieden mit dem gesamten Ablauf.

Unter folgendem Link findest du exakt die Tour zu diesem einzigartigen Erlebnis.

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